Ich bin keine Technikerin und setze mich seit Jahren für Frauen in der Technik ein.
Vor kurzem wurde ich gefragt, wie sich meine Motivation und Leidenschaft entwickelt hat, wenn ich selbst ja gar keine Frau in der Technik bin.
Nun ja, ich hab vor über 20 Jahren meine Karriere im Executive Search begonnen, in der Besetzung von internationalen Führungspositionen oder hochspezialisierten Funktionen, vorwiegend in der Baubranche, Industrie oder Medizintechnik.
Der Baubranche blieb ich einige Jahre treu. Ich kannte alle Großbaustellen in Europa, Asien und dem Mittleren Osten, wusste welche unterschiedlichen Bauweisen, Vertragskonstellationen und Anforderungen es gab, musste lernen, die Sprache der Bauingenieure zu sprechen.
Gendern muss ich hier nicht, denn mein Netzwerk bestand zu 100 % aus Männern. Ungelogen – in den ersten Berufsjahren ist mir keine einzige Bauingenieurin begegnet.
Und irgendwann war sie da – eine wahnsinnig inspirierende Frau aus Moskau, die ich für eine Geschäftsführung im Maschinenbau gewinnen konnte. Und es fühlte sich so toll an.
Sie hat mich begeistert, vom ersten Gespräch an. Und da hab ich Feuer gefangen. Da wurde mir bewusst, dass es hier eine Schieflage gibt.
Jahre später begann die IT Branche zu boomen und ich spezialisierte mich auf IT. Von der Softwareentwicklung, über Product Management bis hin zu System Engineering – und auch hier fehlte vor allem eins: Frauen.
Und so begann meine Reise, ich hab alle Studien gelesen die ich finden konnte, experimentierte selbst mit neuen Maßnahmen im Recruiting, um mehr Diversität zu schaffen, hab Frauen interviewt, die ihren Weg in die IT gefunden haben, sie über ihre Hürden befragt und über ihr Dranbleiben.
>> Das ist mein Wirkungsbereich. Hier kann ich etwas bewegen, hier habe ich Erfahrung und Expertise. <<
Und ich sehe, dass sich etwas bewegt. Ich kenne immer mehr Frauen in der Technik und ich bin überzeugt, es lohnt sich diese Reise weiterhin zu bestreiten.
Und last but not least – ich bin Mama von zwei Mädchen und ich möchte, dass ihre Welt anders aussieht wenn sie vor der Entscheidung stehen, was sie beruflich machen möchten.
Wenn ich Feuer gefangen habe, dann brenne ich. Und das Feuer ist seit Jahren nicht erloschen.
Wo hast du Feuer gefangen?
Wenn du noch nicht gefunden hast, was dich heller leuchten lässt, unterstütze ich dich gerne auf deinem Weg dorthin!

